27.09.2017
Heidrun Killinger-Schlecht zur neuen Superintendentin des Kirchenkreises Schleiz gewählt

Wahlsynode in Schleiz legt sich mit überragender Mehrheit auf die im Schwarzwald aufgewachsene Pfarrerin fest

Schleiz. „Killinger-Schlecht“, „Killinger-Schlecht“, „Killinger-Schlecht.“ Insgesamt 47 Mal verlesen Propst Diethard Kamm und Uwe Schwarz bei der Auszählung der Stimmzettel diesen Doppelnamen. Nur einmal heißt es „Weber“.

Die aus Baden-Württemberg stammende Pfarrerin Heidrun Killinger-Schlecht wurde am Samstag auf der Wahlsynode in Schleiz mit überragender Mehrheit zur neuen Superintendentin des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Schleiz gewählt. Für die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit hätte sie mindestens 32 Stimmen der 48 anwesenden Kreissynodalen benötigt, am Ende aber bis auf eine ­alle erhalten. Diese ging an ihre eigens aus Griechenland angereiste Mitbewerberin Ulrike ­Weber, die seit September 2014 deutschsprachige Pfarrerin in Nord- und Mittelgriechenland mit Sitz in Thessaloniki ist.

Sollte die Personalkommission zustimmen und binnen 14 Tagen kein Einspruch erfolgen, dann werde Killinger-Schlecht wahrscheinlich ab Februar 2018 die Stelle des Superintendenten neu besetzen, die seit dem Weggang von Ralf-Peter Fuchs dann zwei Jahre vakant war, so Präses Dieter Fischer.

Die 55-jährige Pfarrerin wuchs in Oberiflingen im Kreis Freudenstadt auf. Sie absolvierte zunächst eine Berufsausbildung zur Krankenschwester. Später erwarb sie auf dem beruflichen Gymnasium in Tübingen die Hochschulreife und studierte von 1989 Evangelische Theologie an den Universitäten in Tübingen, Leipzig und Halle. Das erste Theologische Examen legte sie im Juni 2000 ab, das zweite im Jahr 2005. Im Februar erfolgte ihre Ordination zur Pfarrerin der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Seit Januar 2016 ist die verheiratete Mutter dreier Kinder Leiterin des Regionalkonvents im Bereich Torgau, Belgern und Beilrode. „Da man sich als Pfarrer alle zehn Jahre räumlich verändern sollte, habe ich rechtzeitig Ausschau gehalten. Ich stamme aus dem Schwarzwald, die Landschaft hier ist ähnlich und die Menschen sehr freundlich“, sagte Killinger-Schlecht.

OTZ // Peter Cissek // 25.09.17