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Ostern 2021

Im Frühjahr stecken wir Samen in die Erde. Wir gießen, pflegen und können es kaum abwarten, bis die ersten kleinen grünen Spitzen aus der braunen Erde sich dem Licht emporstrecken. Mir fällt dazu das Passionslied von Jürgen Henkys ein: "Korn das in die Erde, in den Tod versinkt, Keim der aus dem Acker in den Morgen dringt - Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün. Über Gottes Liebe, brach die Welt den Stab, wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn? Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn- hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün. (Evangelisches Gesangbuch Nr. 98) Unvorstellbares geschieht.

Die Gesetze der Natur werden ausgehebelt. Der Schöpfer der Welt ruft den toten Jesus ins Leben, in ein neues verändertes und unvergängliches Leben. Der Stein vor dem Felsengrab ist weggerollt. Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden.  Maria steht vor dem leeren Grab und weint.

Das ist unsere Situation. Die Welt ist zum Weinen. Eine Pandemie lässt die Welt weinen, leiden, einsam sein und krank werden, viele sterben. Die Bilder aus den Intensivstationen, wo Menschen ums Überleben kämpfen und Bilder von Bergen von Särgen sprechen ihre eigene Sprache. Hinter den Zahlen stehen einzelne Schicksale. Und viele, die anscheinend genesen sind haben Probleme, ein Post-Covid-Syndrom.

Die Welt ist zum Weinen. Viele Menschen sind in ihrer Existenz bedroht, Lebensträume zerplatzen, Kindern und Jugendlichen fehlt die Bildung durch Schule und Ausbildung, die sie brauchen. Soziale und emotionale Kompetenzbildung bleibt auf der Strecke. Menschen weinen über verpasste Chancen. Die Pandemie verlangt uns vieles ab.

Fronten verhärten sich, gegenseitige Schulzuweisungen, die Kräfte rauben. Es gibt immer noch Menschen, die Covid - 19 leugnen. Wegschauen, nicht wahrhaben wollen, dass unser Leben nicht mehr dasselbe ist wie es einst war.

Doch gerade das ist Leben. Leben ist Veränderung. Es gibt keine Sicherheiten, so sehr wir es uns wünschen. Unser Leben bleibt bedroht, Krankheit und Tod sind Teil unseres Lebens.  Maria steht vor dem leeren Grab und weint. Was geschieht? Jesus steht vor ihr und spricht sie an: Frau, warum weinst du?  Und aus ihr bricht alles heraus, was sie ins Bodenlose stürzt. Auch uns fragt der Lebendige: Menschenkind, warum weinst du? Oh, bringen wir dem Lebendigen unsere Ängste, Sorgen und Nöte wie Maria. Der Auferstandene spricht Maria mit Namen an. Sie hört den Klang der Stimme und ihr Herz weiß:  Jesus lebt! Der Auferstandene ruft auch uns mit unserem Namen aus der Höhle und Dunkelheit unseres Lebens. Was ist meine Antwort? Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Osterfest und eine heilsame, tränengetrocknete Osterfestzeit.

Ihre Heidrun Killinger- Schlecht

Christus ist auferstanden - Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

 

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Superintendentin
Heidrun Killinger-Schlecht

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Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben! Die Jünger wurden erfüllt von Freude und Heiligem Geist.
Psalm 5,12 Apostelgeschichte 13,52

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