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Himmelfahrt 2021

Schriftwort: Epheserbrief, 1, 20 -23

Es ist dieselbe gewaltige Stärke, mit der ER am Werk war, als ER Christus von den Toten auferweckte und IHM in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an SEINER rechten Seite gab. Damit steht Christus jetzt hoch über allen Mächten und Gewalten, hoch über allem, was Autorität besitzt und Einfluss ausübt; ER herrscht über alles, was Rang und Namen hat - nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Ja, Gott hat IHM alles unter die Füße gelegt, und ER hat IHN, den Herrscher über das ganze Universum, zum Haupt der Gemeinde gemacht. Sie ist SEIN Leib, und ER lebt in ihr mit SEINER ganzen Fülle - ER, der alles und alle mit SEINER Gegenwart erfüllt.

Gedanken zum Text:
Kennen Sie den Ausspruch: Dem Himmel sei Dank!? Haben sie sich vielleicht auch schon einmal so wohl gefühlt, dass Sie dachten: Das ist der Himmel auf Erden...? Wir sprechen öfter vom Himmel, als wir denken - und jeder weiß sofort, was wir meinen. Dabei sind wohl unsere Bilder und Vorstellungen vom Himmel so verschieden wie wir es sind, ganz persönlich, geprägt durch Überlieferungen und natürlich auch unserer Vorstellungskraft. In unserem Abschnitt aus dem Epheserbrief zeichnet der Verfasser das Himmelsbild seiner Zeit: Die himmlische Welt als eine Art Thronsaal, auf dem Thron Gott selbst, in SEINER gewaltigen Stärke. Dieses Bild ist erhaben, majestätisch, beeindruckend, lässt aber keine Nähe zu. Darin spiegelt sich der schwierige Teil unserer Glaubenserfahrungen. Wir meinen oft, Gott sei weit weg von unserer Welt, bei dem, was uns widerfährt und wie es zugeht in dieser Welt. Nur schwer oder gar nicht erreichbar scheint ER oft zu sein. Und nicht wenigen ist darüber ihr Glaube zerbrochen. Der Garten Getsemaneh bei Jerusalem - ein Ort, der für Jesus zum Schicksalsort wurde, wo SEIN Vertrauen zum Vater herausgefordert wurde. Hier nahm die Geschichte ihren Lauf, die wider alle menschliche Erwartung Über SEINE Himmelfahrt in Gottes Zukunft führt. Beeindruckend sind die uralten Olivenbäume, die bis heute dort zu sehen sind, nicht nur durch ihre Gestalt, sondern auch durch ihre ungebrochene Lebensenergie. Sie tragen Laub und trotzen seit vielen Menschenaltern Hitze und Trockenheit. So werden sie schon in biblischen Zeiten zum Sinnbild für die Lebenskraft, die der EWIGE schenkt. Nicht von ungefähr bringt die Taube einen Olivenzweig zur Arche des Noah als Zeichen Gottes, dass die Flut ein Ende haben wird.

Unglaublich beeindruckend ist die Macht des Ewigen: ER lässt SEINEN Sohn nicht nur von den Toten auferstehen, sondern gibt IHM auch noch den Ehrenplatz neben sich im himmlischen Thronsaal. ER setzt IHN über alle Autoritäten und legt IHM alles zu Füßen. Himmelfahrt als Machtübergabe sozusagen. Aber ist es nicht so: Gott ist nie ganz so, wie das Bild, das wir uns von ihm machen. ER ist immer auch ganz anders als wir IHN uns vorstellen. Davon erzählt unser Text auch. "ER hat IHN, den Herrscher über das ganze Universum, zum Haupt der Gemeinde gemacht. Sie ist SEIN Leib, und ER lebt in ihr mit SEINER ganzen Fülle - ER, der alles und alle mit SEINER Gegenwart erfüllt." Auf einmal kommt uns der ferne Gott ganz nahe - in SEINEM auferstandenen Sohn Jesus Christus, der das Haupt der Gemeinde ist. Das bedeutet für die Gemeinde: Auch sie findet sich in Christus wieder im himmlischen Thronsaal - und zwar dem Ehrenplatz. Mit SEINER Himmelfahrt eröffnet ER uns allen SEINE Zukunft. Die Macht, mit der Christus regiert, die zuerst im Himmel und immer mehr auch auf der Erde herrschen soll, das ist die Macht der Liebe. Die Macht der Liebe schenkt Mut und Kraft, ganz bei sich selbst und gleichzeitig bei den anderen zu sein, miteinander und füreinander zu leben statt sich gegenseitig zu belauern und das Leben schwer zu machen. Das ist doch wirklich ein Grund zum Feiern, oder?

Pfr. Jörg Reichmann

 

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Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.
Psalm 90,10 2. Thessalonicher 2,16-17

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