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Rückblick und Ausblick

Ein relativ unbeschwerter Sommer und Herbst liegt hinter uns, wie wohl wir schon merkten, dass Mitte Oktober die Coronasituation sich wieder zuspitzte.

Liebe Leserinnen und Leser,
Rückblick und Ausblick

Wir hatten in unserem Kirchenkreis die Außenstelle Bundesgartenschau im Park in Ebersdorf zu Gast, konnten im Juni erstmals wieder eine Bläserserenade unter der Leitung von Landesposaunenwart Schmeiß und  Herrn Feig im Freien erleben und atmeten erleichtert die frische Luft ein und fühlten die warmen Sommerstrahlen auf unserer Haut, hörten den wundervollen Klang eines großen Posaunenchors mit Bläsern und Bläserinnen aus dem ganzen Kirchenkreis und der Duft so mancher lieblicher Blume  und Pflanze lag in der Luft. Wir hatten eine Ahnung davon bekommen, wie schön unsere Welt ist und wie es vor Corona war. Von dieser Leichtigkeit getragen gingen wir gemeinsam durch den Sommer, holten Konfirmationen, Taufen, Hochzeiten, Jubiläen unterschiedlichster Art nach. Die Termine im September und Oktober wollten nicht enden, fanden drinnen wie draußen statt und wurden getragen von Freude, Fröhlich sein und Leichtigkeit des Sommers. Leider verregnete es so manches Fest, so manchen Urlaub und ganz andere Sorgenfalten waren auf den Gesichtern zu erkennen und zu hören - hat dies mit dem Klimawandel zu tun? Von Unglücken und Erdrutschen hörten wir und auch unser Saale-Orla-Kreis war betroffen. Doch das war nichts gegenüber dem, was wir jetzt im November und Dezember und in der uns nun bevorstehenden Zeit erfahren sollten und werden. Das Virus ist wieder da und mit ihm zog wieder die Angst und Unsicherheit in unsere Kirchengemeinden ein, der Streit darüber, wie man was richtig machen kann und muss, welche Regeln für Gemeindenachmittage und Gottesdienste zu beachten sind und ob dies nicht alles übertrieben oder viel zu wenig ist. Warum die einen alles einhalten und andere die Nase rümpfen und verurteilen, ob impfen gut oder schlecht ist. Geprägt von diesem Für oder Wider, von Vorteilen und Nachteilen, schlitterten wir mit unserer ganzen Gesellschaft in den November mit den exorbitant ansteigenden Coronazahlen, hinter jeder Zahl ja immer ein ganz persönliches Schicksal steht, in den bevorstehenden Winter, der nun uns wieder einmal vor unglaublich große Herausforderungen stellt. Wieder Weihnachten draußen oder drinnen, 2 G oder 3 G oder 2 G Plus oder 3 G Plus, und dann niemanden dabei vor den Kopf stoßen, immer freundlich und zugewandt auch äußerst unangenehmen Zeitgenossen höflich zu begegnen, diese möglichst auch noch zu überzeugen von den absolut nötigen Vorsichtsmaßnahmen zur Rettung von Menschenleben beitragen. Das war die Situation im November - und nun, seit wenigen Tagen wissen wir: 3-G-Regelungen am Arbeitsplatz, auch in unseren Kirchengemeinden und auf Kirchenkreisebene. Viele Diskussionen, viel Frust auf beiden Seiten und die harte Realität, die Zahlen steigen weiter. Der Saale-Orla-Kreis ist mit auf den vorderen Rängen bei den Coronazahlen, bei der ja, wie schon angemerkt, jedes Mal ein Mensch, ein Schicksal steht. Auch im Saale-Orla-Kreis gibt es Demos und etliche Menschen, die die staatlichen Regelungen nicht einsehen wollen. Auch in unseren Kirchengemeinden wird hinterfragt und diskutiert - obwohl es alle klar ist: Da, wo sich niemand finden lässt, der die 3-G-Regelung kontrolliert, müssen Gottesdienste und (auch Beerdigungen) abgesagt werden. Das ist hart. Sehr hart. Doch - es gilt: Leben zu retten. Unsere Landessynodalen werben: Impfen ist Nächstenliebe Mit diesem Slogen äußert sich unsere Landessynode der EKM auf ihrer Tagung am 19. November in der Öffentlichkeit und möchte Mut machen. So ist auf der webside der EKM zu lesen:

"Es ist ein Segen, dass es so schnell gelungen ist, Impfstoffe zu entwickeln. Impfungen haben vielen Menschen das Leben bewahrt. Für uns ist das Impfen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Ausdruck aktiver christlicher Nächstenliebe. Wir danken ausdrücklich allen, denen auf diese Weise das Wohlergehen anderer am Herzen liegt, die sich selbst haben impfen lassen und anderen diesen Weg immer aufs Neue versuchen nahezubringen.
Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland | 19. Nov. 2021"

Das ist unsere Situation, liebe Schwestern und Brüder, so und nicht anders und jeder und jede hat seine eigene Geschichte und kann erzählen. Tun Sie das. Erzählen wir einander! Hören wir wieder zu. Die Frage bleibt, wie kommen wir aus dieser Krise?
Dass da dem Einen oder Anderen die Nerven durchgehen, dass Entscheidungen vielleicht bereut und Fehler auf andere geschoben werden, ist menschlich. Doch wir sind Christen und leben von der Vergebung, wenn nicht wir, wer dann?
Keiner von uns will diese Situation, doch keiner kommt aus dieser alleine heraus. Nur das gemeinsame an einem Strang ziehen hilft uns, diese Phase in der Zeitgeschichte, die als Coronapandemie in die Weltgeschichte eingehen wird und bisher weltweit 5 Millionen Menschen das Leben kostete zu überwinden und zu überleben.

Und wir sind hier als Kirche im Saale - Orla - Kreis mittendrin. Sie, liebe Schwestern und Brüder, in der Diakoniestiftung Weimar-Lobenstein oder im Diakonieverein, in den Kirchengemeinden und den Pfarrämtern, in der Klinikseelsorge und der Notfallseelsorge, in den Krankenhäusern und Seniorenheimen, im Besuchskreis bei Menschen ganz nahe vor Ort, in der Kirchenkreissozialarbeit, in den Einrichtungen der Diakonie in Altengesees, in Michaelisstift im Gefell, in all den Kindergärten und Schulen.  
Wir alle sind mittendrin im Geschehen mit unseren ganz spezifischen Aufgaben, und darauf angewiesen, miteinander anzupacken, keinen zurückzulassen und zusammen die großen Herausforderungen dieser Zeit zu bestehen. An manchen Orten sind tiefe Gräben und Hindernisse zu überwinden, Brücken zu bauen und Wege zu suchen, die begangen werden wollen. Der Höhepunkt der 4. Coronawelle wird vermutlich erst noch kommen. Und jetzt schon haben wir erste Anzeichen und Warnungen einer neuen Virusart.  Wir kommen da nicht heraus, solange nicht alle viele geimpft sind. Geimpft, genesen, gestorben - muss das letztere sein? Ist es nicht Gott, der das Leben schenkt, der Menschen begabt und Forschern ermöglicht, der Menschheit zu helfen? In der Medizin war es schon immer so. Wenn Neues entdeckt oder entwickelt wurde, waren anfänglich alle skeptisch. Heute will keiner mehr auf Antibiotika und moderne Medizin und OP´s verzichten. Doch in der Pandemie rennt uns die Zeit davon: Tod gegen Leben! Wer zu lange wartet bis er geimpft ist, wird erkranken. Keiner von uns lebt unter einer Glasglocke. Keiner kann für sich Gesundheit garantieren. Deshalb: Gott sei Dank gibt es die Impfungen! Gott sei Dank sind die Forschungen so weit, dass geholfen werden kann. Doch nicht für jeden kommt die Hilfe rechtzeitig. Täglich hat unser Land - im Bild gesprochen - einen Flugzeugabsturz mit Toten zu verkraften. Und die Grenze zum 100.000 Coronatoten ist schon längst überschritten. Das bedeutet, unser SOK hat weniger als 100.000 Einwohner - zahlenmäßig ist ein ganzer Landkreis ausgelöscht. Es wird nicht dabeibleiben. Deshalb helfen Sie mit. Lassen Sie sich impfen, dass unser Land, unser Kirchenkreis nicht noch mehr Coronatote zu beklagen hat. Helfen Sie mit, schützen Sie sich selbst und andere durch Ihre Impfung. Impfen ist Nächstenliebe. Ja, es ist die Liebe zu sich selbst, das Ja zum Leben und das Ja zum Leben in unserer Gesellschaft. Freiheit des Einzelnen respektiert die Freiheit des Anderen. Und diese ist in einer Pandemie nur möglich, dass wir an einem Strang ziehen. Deshalb: Jeder will leben. Helfen sie mit. Lassen Sie sich impfen und halten Sie die AHAregeln ein. Nur so werden wir aus dieser Krise herauskommen. Mit Ihnen und Ihrem Beitrag und Gottes Hilfe. Jeder Herzlichen Dank für Ihre Achtsamkeit.  Ihre Superintendentin Heidrun Killinger-Schlecht



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Weide dein Volk mit deinem Stabe. Die Schafe folgen dem Hirten nach; denn sie kennen seine Stimme.
Micha 7,14 Johannes 10,4

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